Wir stellen vor

Darstellungsprobleme? Schauen Sie sich diesen Newsletter in Ihrem Browser an. Wir fürbessere Schule e.V. WIR für bessere Schule e.V. Folgender Artikel wurde in „Gymnasium aktuell“, 2/2016, des Philologenverbandes veröffentlicht. HANNOVER. „Was ist da nur los an Niedersachsens Schulen? Die Unterrichtsversorgung an den allgemeinbildenden Schulen ist katastrophal.Überflüssige Reformen schränken das freie Elternwahlrecht ein. Förderschulen werden geschlossen. Gymnasien haben keine Bestandsgarantie mehr.“ So lesen sich die ersten Zeilen des Aufrufes der „Volksinitiative Bessere Schule“.Dahinter steht der eingetragene Verein„Wir für bessere Schule e.V.“, der sich zum Ziel gemacht hat, 70.000 Unterschriften zu sammeln, damit im Landtag dieses Thema behandelt und nicht – wie bei den Online-Petitionen gegen das neue Schulgesetz – der Bürgerwille einfach ignoriert wird. Die Bildungspolitik der aktuellen Landesregierung hat bekanntlich zu Unzufriedenheit in Niedersachsen geführt, wie dies ja auch der Philologenverband immer wieder kritisiert hat. Aus diesem Grund haben sich landesweit Eltern aus verschiedenen Schulformen, ehemalige Schulleiter, Lehrer und Schüler in der Volksinitiative „Bessere Schule“ zusammengeschlossen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, unser zukunftsfähiges Bildungssystem zu erhalten, da es sich durch ein differenziertes und den individuellen Bedürfnissen angepasstes Lernangebot auszeichnet“, unterstreicht die Vorsitzende der Initiative, Petra Wiedenroth aus Hameln. Damit die Initiative Erfolg hat, müssen innerhalb eines Jahres 70.000 Stimmen gesammelt werden. Dann muss sich der Landtag mit den Forderungen von „bessere Schule“ auseinandersetzen. Wir sprachen dazu mit der Vorsitzenden Petra Wiedenroth, die viele auch von ihrer aktiven Arbeit im Verband der Elternräte an Gymnasien in Niedersachsen kennen. Frau Wiedenroth, Sie sind schon seit vielen Jahren schulpolitisch aktiv, u.a. im Verband der Elternräte der Gymnasien. Können Sie sich unserer Leserschaft selbst einmal vorstellen? Wir haben vier Kinder, die durch das niedersächsische Schulsystem gegangen sind. Schulthemen und Schule haben mich schon immer interessiert. Ich habe elf Jahre Elternarbeit an einem Hamelner Gymnasium gemacht, habe mich dabei immer eingebracht, Sponsorenläufe organisiert, mich um die Sanierung der Schulräume gekümmert und um viele Themen mehr. Insgesamt habe ich versucht, Elternarbeit in den Vordergrund zu stellen. Mit Elternarbeit tragen wir viel zu einer guten Schule bei. Aus denselben Motiven bin ich dann auch landespolitisch aktiv geworden, bin in den Vorstand des Verbandes gewählt worden und habe dann nach einem halben Jahr die Geschäftsführung übernommen. Dieses Amt habe ich seit 5 Jahren inne und werde es auch weiterhin ausfüllen, da es unabhängig von einer Wahl in ein Elterngremium ist – unser jüngstes Kind macht in diesem Jahr Abitur. Wie kam es zu der Initiative, zusätzlich zu Ihrer Elternarbeit auch diese Initiative zu gründen? Diese Initiative lag sehr nahe, da wir uns schon im letzten Jahr zusammen mit dem PhVN und Kirsten Radtke, der Vertreterin der Förderschulen, gegen das Schulgesetz zur Wehr gesetzt haben. Insgesamt gab es aus Niedersachsen 150.000 Unterschriften gegen dieses Schulgesetz. Alle Petitionen sind binnen weniger Minuten im Landtag „abgewatscht“ und das Gesetz mit der Ein-Stimmen-Mehrheit verabschiedet worden. Dies war für uns ein fatales Signal, was das Demokratieverständnis der Landesregierung betrifft. Dies führte für uns dazu, diese Volksinitiative zu gründen, die parlamentarischen Charakter hat: Der Landtag muss sich damit beschäftigen. Unserer Meinung nach haben das neue Schulgesetz und diese Landesregierung fatale Auswirkungen auf die Bildung unserer Kinder, u.a. weil das Elternwahlrecht de facto abgeschafft wurde und die Förderschulen keinen Bestand mehr haben werden,trotz des großen Protests aller Beteiligten. Welche Ziele verfolgt der Verein? Wir haben fünf zentrale Forderungen: ■ Eine Unterrichtsversorgung von mindestens 103 Prozent für alle allgemeinbildenden Schulformen, inklusive der Förderschulen muss gewährleistet sein. ■ Eltern muss das freie Wahlrecht hinsichtlich der geeigneten Schulformen vor Ort zustehen. ■ Die Förderschule Lernen muss umgehend ab der 1. Klasse wieder eingeführt werden und alle Förderschulformen als Teil des inklusiven Schulsystems erhalten bleiben. ■ Der Bestand von Gymnasien vor Ort muss gesichert werden. ■ Die zumutbare Fahrzeit zur Schule darf höchstens 45 Minuten betragen. Wir befürchten, dass die aktuellen Veränderungen im Schulwesen langfristig negative Auswirkungen auf die Bildungschancen unserer Kinder haben werden. Am Beispiel der Förderschulen wird dies bereits sehr deutlich. Aktuelle Aussagen der Kultusministerin zeigen, dass die vollständige Abschaffung der Förderschulen ein erklärtes Ziel der Landesregierung ist – eine Entscheidung gegen den ausdrücklichen Wunsch der betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer! Ein schwieriges Thema ist die Inklusion. Vor allem aus den Grundschulen kamen in den letzten Monaten immer mehr Überlastungsanzeigen, viele Lehrkräfte fühlen sich mit diesem wichtigen Thema allein gelassen. Die Umsetzung der Inklusion ist ein Skandal. Die Schulen, die Lehrerinnen und Lehrer werden in der Tat vollkommen allein gelassen.Wenn auf der einen Seite gegen den ausdrücklichen Wunsch betroffener Eltern die Förderschulen abgeschafft werden und, um diesen Prozess zu beschleunigen, die Unterrichtsversorgung bei dieser Schulform dramatische und bisher nicht vergleichbare Entwicklungen annimmt, dann müssen diese Eltern zwangsläufig den Weg der Regelschule wählen. Seit Regierungsübernahme von Rot/Grün hat sich die Unterrichtsversorgung bei den Förderschulen um 3,9% verschlechtert. Eltern wünschen sich eine echte Wahlfreiheit zwischen Förderschulen und Regelschulen, dieses haben nicht zuletzt zahlreiche Petitionen im Frühjahr 2015 aufgezeigt, mit denen sich Eltern von Förderschulkindern gegen die Abschaffung dieser Wahlfreiheit für ihr Kind gewehrt haben. Gerade bezüglich dieser Forderungen gab es auch Kritik… Die Landesregierung behauptet immer, wir wollten die Inklusion verhindern. Dies stimmt aber nicht, wir wollen beides: Die Wahlfreiheit, ob Eltern ihr Kind in den geschützten Raum einer Förderschule schicken oder im Regelschulsystem beschulen lassen wollen.Viele Kinder mit Förderbedarf gehen nämlich in den Regelschulen unter, werden dort gemobbt und können gar nicht gefördert werden, da die Lehrer nicht genügend Unterstützung bekommen. Zudem sind die Klassen weiterhin viel zu groß,so dass eine wirkliche Inklusion oder gar eine Individuelle Förderung aller Kinder gar nicht möglich sind. Das alles ist eine Sparpolitik zu Lasten der Kinder. GEW-Chef Eberhard Brandt hat „Wir für bessere Schule“ in der Zeitung „Erziehung und Wissenschaft“ vom März 2016 als „Rechtspopulistische Initiative zum Kommunalwahlkampf“ bezeichnet.Wie reagieren Sie auf derartige „Entgleisungen“? Ich kann Herrn Brandt nicht mehr ernst nehmen. Er macht sich immer lächerlicher und ist ein Mann, dem seine eigene Gefolgschaft wegen seiner Nähe zu den Regierungsparteien und zur Ministerin inzwischen zunehmend den Rücken zuwendet. Kein Wunder, da er sich wiederholt als verlängerter Arm der Landesregierung aufgeführt hat – und mit diesen Worten positioniert er sich ja auch wieder als Sprachrohr von Frau Heiligenstadt und rot-grün. Jemand, der derartige Entgleisungen publiziert über Eltern, die sich engagieren, die einfach bessere Bedingungen für ihre Kinder wollen, dafür viel Zeit und Engagement investieren, ist meiner Meinung nach auch in seinem Amt untragbar geworden. Aber auch diese Äußerungen zeigt die blanke Angst der Ministerin und ihres Anhängers Brandt davor, dass unsere Initiative Erfolg haben wird! Wie hat die Politik bisher auf Ihre Volksinitiative reagiert? Die Landesregierung ist natürlich überhaupt nicht begeistert und versucht mit diffamierenden Presseerklärungen die Initiative niederzureden. Es scheint dort leichte Panik umherzugehen, denn jetzt machen sich nach den Verbänden auch noch im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Eltern auf den Weg gegen die Bildungspolitik dieser Regierung. Bereits in der Pressemitteilung vom 12.02.2016 erklärte der schulpolitische Sprecher der SPD, Stefan Politze, der berechtigte Wunsch unzähliger Eltern, die sich für den Erhalt der Förderschule einsetzen,sei eine Forderung der „Reichen und Bildungsstarken. Diese diffamierenden Äußerungen von Politze sind ein zu verurteilender Angriff auf alle engagierten Eltern, die sich mit ganzer Kraft für eine bessere Bildungsqualität an den Schulen Niedersachsens engagieren. Ich freue mich schon auf den Moment, Frau Heiligenstadt Auge in Auge gegenüberzustehen! Es ist an der Zeit, dass auch die SPD mehr Respekt vor der gesetzlich unterstützen Bürgerbeteiligung hat… Möchten Sie unseren Leserinnen und Lesern zum Abschluss noch irgendetwas sagen? Besuchen Sie uns unter:www.volksinitiative-niedersachsen.de, um Unterschriftenlisten sowieWerbematerialien zu erhalten! Dort können Sie sich in unseren monatlich veröffentlichten Newsletter eintragen.Neueste Informationen erhalten Sie auch über die Facebookseite unter dem Stichwort „Wir für bessere Schule“,um die aktuellen Informationen schnell und einfach abzurufen. Flyer und Unterschriftenbögen können Sie gern bei Tatjana Maier-Keil (tatjana.maier-keil@web.de) oder Annika Eickhoff (annika.eickhoff@t-online.de) anfordern. Mehr auf volksinitiative-niedersachsen.de Facebook Twitter Fußbereich Ich möchte mich aus diesem Mailverteiler austragen. WIR für bessere Schule e. V. – Vorsitzende: Petra Wiedenroth kontakt@volksinitiative-niedersachsen.de V.i.S.d.P.: Petra Wiedenroth, Tischlerbreite 3, 31787 Hameln