Briefwechsel SER Sprachheilschule mit Ministerium

Der Schulvorstand der Sprachheilschule in Celle / Klein-Hehlen hat an die Kultusministerin geschrieben, um auf die Ungleichbehandlung der Sprachheilschulen aufmerksam zu machen und Nachbesserungen einzufordern.

Das  Antwortschreiben des Kultusministerium vom 19.08.2016 enthält einige irritierende Aussagen, so daß der Arbeitskreis Inklusion den Briefwechsel hier veröffentlicht.

Es wird versucht uns zu vermitteln, dass die Förderung der Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarfen, vor allem in der Grundschule, gesichert ist und gewährleistet werden kann. Die letzte veröffentlichte Statistik vom Stichtag 22.09.2014 zur sonderpädagogischen Unterrichtsversorgung in der Inklusion, weist eine sonderpädagogische Unterrichtsversorgung von 70 % auf. Seitdem wurde keine neue Statistik durch das Kultusministerium veröffentlicht, trotz Anfragen aus dem Landtag. Allein diese Tatsache lässt den Rückschluss zu, das es keine positive Wendung in der Statistik gegeben hat.

Auch die Aussage, dass eine gleichwertige Ausstattung der Sprachheilschulen zu den Grundschulen eine Konkurrenzsituation hervor rufen könnte, ist völlig absurd. Wir sprechen über 11 Sprachheilschulen und ca. 53 Sprachheilklassen im Gegensatz zu 1733 Grundschulen!

Eine weitere Aussage ist, das alle Förderschulen allgemeinbildende Schulen sind, das dass aber nicht bedeuten würde das diese Schulen die gleiche Ausstattung erhalten würden. Das Kultusministerium hält das für nicht angemessen. Diese Aussage stellt eine grobe Diskriminierung aller Schüler mit Unterstützungsbedarfen dar und ist unhaltbar.

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