Unterrichtsversorgung in Niedersachsen

Folgende Pressemitteilung wurde am 16. September 2016 vom Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens e.V. veröffentlicht: Kein Gymnasium und keine Klasse im Land ohne Unterrichtsausfall? Ohne Mathe- Deutsch- und Englisch können unsere Kinder keine qualifizierte Schulbildung erhalten! Eine Schule, an der wöchentlich kein Unterrichts ausfallen würde, sei landesweit nicht mehr zu finden, fasst der Verband der Elternräte die aktuelle Entwicklung an den Schulen im Land zusammen. Tagtäglich falle an jeder Schule Fachunterricht aus, insbesondere die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer seien vom Stundenausfall stark betroffen. Mittlerweile ist jedoch offensichtlich, dass sogar weiterer Pflichtunterricht ausfallen würde. Neben dem für die Profilbildung der Gymnasien in den Klassen 5-10 wichtigen Wahlbereich fallen nun vermehrt Pflichtstunden in den Kernfächern aus, wie in Deutsch oder Mathematik: „Wie können unsere Kinder im Gegensatz zu Schülern aus anderen Bundesländern vergleichbare Leistungen zeigen, wenn jede 10. Stunde im Land ausfällt?“, empört sich Dr. Oliver Gossel, Vorsitzender des Verbandes. Befremden löst beim Verband auch der eilig nach den Ferien veröffentlichte 17 Punkte-Aktionsplan aus, der Quereinsteigern die Möglichkeit eröffnet, den Schuldienst anzutreten. Durch die Fehlentscheidung zur Arbeitszeiterhöhung nur für Gymnasiallehrer sind mindestens 350 qualifizierte Gymnasiallehrkräfte in andere Bundesländer abgewandert. Jetzt stellt man jede Person, die greifbar sei ein, das kann nicht im Interesse der Eltern liegen! In der Not wird sogar das Meisterstück und Aushängeschild der Landesregierung verworfen, da der Ganztagsunterricht kapitalisiert werde. „Jetzt, wo seit über 2 Jahren immer mehr Unterricht ausfällt, begreift endlich auch die Landesregierung: Ohne Mathe Deutsch und Englisch am Vormittag kann Bildung nicht gelingen!“ Leidtragende seien, wie immer, unsere Kinder, die die Verantwortungslosigkeit des Ministeriums täglich in der Schule ausbaden müssten, erklärte der Vorsitzende. Der ausgefallene Unterricht sei jedoch unwiderruflich verloren. Nicht nachzuvollziehen sei auch, dass die Ministerin heute immer noch keinen Wert zur aktuellen Unterrichtsversorgung bekanntgeben würde und als Grund dafür die fehlenden Daten von 2 Schulen nennen würde. „Wenn bis auf zwei Schulen alle Weiteren im Land fristgerecht die Zahlen zur Unterrichtsversorgung liefern, muss eine Ministerin in der Lage sein einen Wert bekannt zugeben! Stattdessen werden wir Eltern bis zum Januar 2017 hingehalten und die schlechte Unterrichtsversorgung bis dahin verschleppt, da die Zahlen dann längst wieder überholt sind“, empörte sich Dr. Gossel. „Wir gehen davon aus, dass sich die Unterrichtsversorgung weiter drastisch verschlechtern wird“, erklärte Dr. Gossel, denn: Krankheiten, Schwangerschaften, Vertretungen durch Klassenfahrten oder gar die riesige Pensionswelle und mindestens 1300 Lehrer, die durch die Einführung von G9 an den Gymnasien fehlen würden, seien noch gar nicht bei der drastischen Situation berücksichtigt. „ Wir haben bereits vor einem Jahr gesagt, die Schulen werden im Chaos starten und im Januar des Jahres belastbare Zahlen zur Unterrichtsversorgung durch die Mitglieder ermittelt. Unsere praxisbezogenen Zahlen wurden abgetan und vom Ministerium runtergespielt. Es zeigt sich, wer mit den Sorgen der Eltern spielt ist die Ministerin!“, erklärt Dr. Gossel. Dieses Ministerium kalkuliert bewusst mit Unterrichtsausfall und hat gleichzeitig keine Lösung, dieses gravierende Problem zu beheben. Dass der Umfang des ausgefallenen Pflichtunterrichtes nicht so kritisch sei, leitet die Ministerin jetzt aus einer offensichtlich kaum genutzten Hotline zur Unterrichtsversorgung ab. „Wir können der Ministerin nur mit auf den Weg geben, weniger auf eine eher ungenutzte Alibi-Hotline zu setzen, sondern jetzt genau hinzuschauen, wie die Situation an den Schulen tatsächlich aussieht. Sonst bekräftige sich der Eindruck, dass die Ministerin bewusst die Augen vor der Realität verschließe.“ Dr. Oliver Gossel, Vorsitzender Petra Wiedenroth, Geschäftsführerin Bitte unterstützen Sie weiterhin unsere Initiative „Wir für bessere Schule“. Sammeln Sie bitte weiterhin Unterschriften. Achten Sie darauf, dass nur Unterschriften einer Gemeinde sich auf dem Bogen befinden und lassen Sie die Unterschriften bei der zuständigen Gemeinde bestätigen. Flyer und Unterschriftenbögen können Sie gern bei Tatjana Maier-Keil (tatjana.maier-keil@web.de) oder Annika Eickhoff (annika.eickhoff@t-online.de) anfordern. Mehr auf volksinitiative-niedersachsen.de Facebook Twitter Fußbereich Ich möchte mich aus diesem Mailverteiler austragen. WIR für bessere Schule e. V. – Vorsitzende: Petra Wiedenroth kontakt@volksinitiative-niedersachsen.de V.i.S.d.P.: Petra Wiedenroth, Tischlerbreite 3, 31787 Hameln