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WG: Neue Oberstufenverordnung sieht Bildungsabbau vor

Der Verband der Elternräte an Gymnasien hatte für die niedersächsischen Gymnasien vehement die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) gefordert. Dies sei auch die grundsätzliche Position der Volksinitiative „Wir für bessere Schule“, so Petra Wiedenroth, die Vorsitzende der Initiative. Durch die Rücknahme der Schulzeitverkürzung habe man sich mehr Zeit zum Lernen, für ein vertieftes Lernen versprochen. Einhergegangen ist damit die Hoffnung auf mehr Bildung. WG: Neue Oberstufenverordnung sieht Bildungsabbau vor weiterlesen

Philologenverband – Stellungnahme zur neuen Oberstufenverordnung

Sehr geehrte Damen und Herren, das Kultusministerium hat heute, und damit sehr verspätet, die zum 1.8.2016 rückwirkend in Kraft tretenden Vorschriften zur neuen Oberstufe vorgelegt, zu denen wir die unten angefügte erste Stellungnahme abgegeben haben. Mit freundlichen Grüßen Helga Olejnik Philologenverband Erste Stellungnahme des Philologenverbandes zur neuen Oberstufenverordnung: In einer ersten Stellungnahme hat der Philologenverband Niedersachsen die jetzt vorgelegten neuen Regelungen zur Oberstufe im Vergleich zu den Vorentwürfen in Teilen mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. „Wir hatten an mehreren geplanten Regelungen massiv Kritik geübt, und das Ministerium hat jetzt wenigstens in einigen Punkten unsere sachgerechten Vorschläge umgesetzt“, unterstrich das Vorstandsmitglied Helga Olejnik. Dies betreffe vor allem die Regelungen für die Versetzung von der 11. Klasse in die zweijährige Kursstufe, die zunächst vorsahen, mangelhafte Leistungen selbst in Pflichtfächern für die Versetzung nicht zu berücksichtigen. Die jetzt vorliegende Verordnung entspreche, wie vom Philologenverband gefordert, wieder den bewährten Regelungen des früheren G9 und beinhalte richtigerweise, dass alle Pflicht- und Wahlpflichtfächer in die Versetzungsentscheidung einzubeziehen sind, wie das auch in der Mittelstufe der Fall ist. Seine deutliche Kritik unterstrich der Philologenverband erneut hinsichtlich der ausgehebelten Verpflichtung zu einer 2. Fremdsprache im Jahrgang 11, die durch schulinternen Beschluss umgangen werden könne, was vor allem auch das Erlernen einer dritten Fremdsprache erheblich einschränke. Die sichere Beherrschung mehrerer Sprachen und interkulturelle Kompetenz, wie sie durch Fremdsprachenunterricht vermittelt würden, seien aber unverzichtbare Kernbereiche, die das Gymnasium in seiner qualitativen Arbeit charakterisierten. Hier habe sich die Kultusministerin an einem klaren Bekenntnis zu einer leistungsfähigen Schule vorbeigemogelt und die Entscheidung auf andere abgewälzt. Auch die Verminderung der Zahl der Klausuren gerade der Prüfungsfächer in der Kursstufe, die Einführung einer „Präsentationsprüfung“ im 5. Abiturprüfungsfach und die deutliche Senkung der Anforderungen für die Fachhochschulreife lehne der Philologenverband weiterhin strikt ab. Die Aufgabe der Präsentationsprüfung könne der Prüfling bereits zwei Wochen vor der Prüfung zu Hause bearbeiten und sich dabei unkontrollierbar in großem Umfang der Hilfe Dritter bedienen. Die Fachhochschulreife würden in Zukunft auch Schüler erhalten, die in zwei ihrer drei Leistungsfächer mangelhafte Leistungen aufwiesen.

Stellungnahme zum 2. Anhörungsverfahren zur Änderung der untergesetzlichen Regelungen

Sollte diese E-Mail nicht richtig dargestellt werden, besuchen Sie hier die Webversion. Stellungnahme zum 2. Anhörungsverfahren zur Änderung der untergesetzlichen Regelungen wegen Umstellung der Schulzeitdauer an den Gymnasien a)Verordnung über die gymnasiale Oberstufe sowie ergänzende Bestimmungen zur Verordnung Der Verband der Elternräte nimmt zum o.g. Anhörungsverfahren wie folgt Stellung: Zu §8 (3) Teilnahmeverpflichtungen Mit dieser Formulierung wird die Verpflichtung, eine 2. Fremdsprache anzuwählen auf ein mögliches Wahlpflichtangebot unter Beschluss des Schulvorstands reduziert. D.h., je nach Zusammensetzung der Mitglieder im Schulvorstand und auch abhängig von den zurzeit an der Schule unterrichtenden Lehrkräften in der 2. Fremdsprache, kann die Schule damit die Verpflichtung der 2. Fremdsprache umgehen. Diese Regelung hat zwangsläufig erhebliche Auswirkungen auf die bisher hohe Qualifizierung in den Fremdsprachen unserer Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus wird die Schule, je nach Unterrichtsversorgung, dies ist der Formulierung „je nach Möglichkeiten der Schule“ entscheiden, welche weiteren Nebenfächer in den Wahlpflichtbereich aufgenommen werden. Insbesondere aufgrund des landesweiten Mangels an Lehrkräften im MINT Bereich ist daher davon auszugehen, dass vorzugsweise aus Aufgabenfeld A, hier Darstellendes Spiel und Kunst oder aus Aufgabenfeld B, hier Werte und Normen bzw. Religion letztendlich die 2. Fremdsprache ersetzen werden. Die angewählten Wahlpflichtfächer werden automatisch versetzungsrelevant, so dass auch unter diesem Aspekt bevorzugt Fächer des Aufgabenfeldes B angewählt werden und die MINT Fächer eine weitere Schwächung erfahren. Fazit. Da den Schulen unter Beschlüssen des Schulvorstands und Gesichtspunkten der Unterrichtsversorgung auch die Entscheidung treffen, welche Fächer des (Wahl)Pflichtbereiches ein oder zweistündig unterrichtet werden, ist von einer Schwächung des bisher breiten Bildungsangebotes auszugehen. Zu §9 Versetzung in die Qualifikationsphase Mit einer Anzahl von 12 zu bewertenden Leistungen für die Versetzung in die Qualifikationsphase ergeben sich gravierende Probleme bei der Berücksichtigung von Leistungen im Bereich von 00 Punkten, die unter diesen Regelungen nicht in die Gesamtbewertung einfließen. Im neuen G9 besteht für den Schüler, je nach Organisation und Unterrichtsangebot der Schule, die Möglichkeit nicht nur 12, sondern 13,14 oder sogar 15 Pflicht-und Wahlpflichtfächer anzuwählen. Daher müssen alle Pflicht-und Wahlpflichtfächer berücksichtigt werden. Dieses ist eindeutig in der Durchlässigkeits-und Versetzungsverordnung (§2, Abs. 2) geregelt, auf die im §9 Abs. 1 hingewiesen wird. Für den Verband der Elternräte ist nicht akzeptabel, dass Schülerinnen und Schüler in der derzeitigen Einführungsphase mit ungenügenden Leistungen und ohne Ausgleich in den Fächern Physik oder Chemie nicht in die Qualifikationsphase versetzt werden. Gleichzeitig kann dieser Schüler, in der neuen Einführungsphase und bei 15 Fächern, mit ungenügenden Leistungen in Biologie, Physik und Chemie versetzt werden. Daher könnten Fächer mit 00 Punkten abgeschlossen werden, die nicht versetzungsrelevant sind. In diesem Verfahren sehen wir eine eindeutige Schwächung der Qualifikation unserer Schüler und eine Reduzierung des Leistungsniveaus. Aus diesem Grund müssen alle Pflicht-und Wahlpflichtfächer mit in eine Versetzungsentscheidung einbezogen werden. Zu§11 Präsentationsprüfung Diese Regelung lehnt der Verband der Elternräte ab. Die Schülerinnen und Schüler erhalten ca. 2 Wochen vor der Prüfung die Aufgabenstellung. Nicht nachzuvollziehen ist es, in wie weit sich der Schüler auch außerschulisch Unterstützung bei der Erstellung der Präsentationsprüfung suchen kann, bzw. sich die Prüfung durch fachkompetente Institute anfertigen lassen kann. Damit ist in keiner Weise nachzuvollziehen, welche Eigenleistung des Schülers mit der Präsentationsprüfung verbunden ist, die Grundlage der späteren Bewertung sein muss. Eine Chancengleichheit ist damit unter den Schülern aufgrund der unterschiedlichen Gestaltungsspielräume der einzelnen Elternhäuser nicht mehr gegeben und eine realistische Bewertung des Schülers in Frage gestellt. b)Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über die gymnasiale Oberstufe Zu§8, Abs 13 schriftliche Arbeiten in der Einführungsphase Die neuen Regelungen stellen keinen ausreichenden Zusammenhang zwischen der Anzahl der Unterrichtsstunden und der Zahl der zu leistenden Lernzielkontrollen her. Beispielsweise sehen die neuen Regelungen für dreistündige Fächer die „in der Einführungsphase ganzjährig unterrichtet werden“ drei Klausuren und für Fächer, die zweistündig unterrichtet werden (beispielsweise Biologie, Werte und Normen, Geschichte) und einstündige Fächer (Erdkunde) die gleiche Anzahl von Klausuren vor. Dieses steht aus unserer Sicht nicht in einem grundsätzlichen inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhang. Diese Unausgewogenheit zeigt sich beispielsweise am Fach Erdkunde. In diesem Fach werden drei Klausuren bei durchgängigem Unterricht geschrieben, bei epochalem Unterricht werden 1 oder 2 Klausuren gefordert. Unser Verband fordert daher die Reduzierung der Klausuren bei den ein- und zweistündigen Fächern auf zwei Klausuren im Jahr. Zu §10, Abs 8 Die Reduzierung der Anzahl der Klausuren bei den Prüfungsfächern lehnt der Verband der Elternräte ab. Auch hier ist ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Unterrichtsstunden und den Inhalten herzustellen. Zurzeit werden bei vierstündigen Prüfungsfächern auf erhöhtem Niveau 3 Klausuren geschrieben, diese sollen zukünftig auf eine Klausur reduziert werden, gleichzeitig wird die Stundenzahl in diesen Fächern jedoch auf 5 Stunden erhöht. Ebenfalls lehnt der Verband der Elternräte eine Reduzierung der Klausuren beim vierten und fünften Prüfungsfach ab. Bei noch weniger Klausuren erhält die einzelne Klausur eine zu hohe Gewichtung, dieses ist mit erheblichen Nachteilen für alle Schüler verbunden, die aufgrund der bisherigen Ergebnisse einen Ausgleich in den schriftlichen Arbeiten suchen. Auch sind erhebliche Nachteile für Schüler zu befürchten, die mündliche Noten durch schriftliche Ergebnisse ausgleichen. Grundsätzlich ist es, insbesondere im Hinblick auf die spätere Studierfähigkeit von hoher Bedeutung, die Schreibkompetenz zu entwickeln, um beispielsweise wissenschaftliche Arbeiten im Studium erstellen zu können. Mit freundlichen Grüßen Dr. Oliver Gossel, Vorsitzender Petra Wiedenroth, Geschäftsführerin Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens e.V. Tischlerbreite 3 31789 Hameln Deutschland Newsletter abbestellen

PM Fraktion Die Grünen: Rot-Grün schafft mehr Wahlfreiheit für Gymnasiale Oberstufe

Sehr geehrte Damen und Herren, beigefügte Pressemitteilung übersende ich zu Ihrer Information. Verteiler: Mitglieder/Ersatzmitglieder KER/StER An News Interessierte Mit freundlichen Grüßen Sabrina Wachsmann Landeselternrat Niedersachsen Geschäftsstelle Berliner Allee 19 30175 Hannover Tel: 05 11 – 64 64 36 810 www.ler-nds.de pdf icon Wahlfreiheit-für-Gymnasiale-Oberstufe.pdf

WG: Presseerklärung Kritik an geplanter Oberstufenverordnung

Sehr geehrte Damen und Herren, beigefügte Pressemitteilung übersende ich zu Ihrer Information. Verteiler: Mitglieder/Ersatzmitglieder KER/StER An News Interessierte Mit freundlichen Grüßen Sabrina Wachsmann Landeselternrat Niedersachsen Geschäftsstelle Berliner Allee 19 30175 Hannover Tel: 05 11 – 64 64 36 810 www.ler-nds.de pdf icon Presseerklärung-Kritik-an-geplanter-Oberstufenverordnung.pdf
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WG: Presseerklärung Philologenverband erstaunt über Äußerungen der Kultusministerin zur Oberstufe

Sehr geehrte Damen und Herren, beigefügte Pressemitteilung übersende ich zu Ihrer Information. Verteiler: Mitglieder/Ersatzmitglieder KER/StER An News Interessierte Mit freundlichen Grüßen Sabrina Wachsmann Landeselternrat Niedersachsen Geschäftsstelle Berliner Allee 19 30175 Hannover Tel: 05 11 – 64 64 36 810 www.ler-nds.de pdf icon Presseerklärung-Philologenverband-erstaunt-über-Äußerungen-der-Kultusmin….pdf